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24.09.19 autorCura

Entwurf für Bürokratieentlastungsgesetz III beschlossen

Mit Sitzung des Bundeskabinetts vom 18.09.2019 wurde der Entwurf des Bürokratieentlastungsgesetz III (BEG III) beschlossen.

 

Das BEG III soll in Erster Linie für mehr digitale Verfahren, und damit für weniger Akten, sorgen. Damit sollen Wirtschaft, Bürger/innen und Verwaltung von Bürokratie entlastet werden. Insgesamt sollen etwa 1,1 Milliarden Euro mit dem BEG III eingespart werden. Der Entwurf des dritten Bürokratieentlastungsgesetz besteht aus einem Maßnahmenpaket, welches wir Ihnen in vier Teilen komprimieren.

 

Teil 1: Vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung für Neugründer und Anhebung der Kleinunternehmergrenze

 

Teil 2: Lohnsteuerpauschalierung Gruppenunfallversicherung und Teilzeit-/geringfügig Beschäftigte

 

Teil 3: Erleichterungen außerhalb des Steuerrechts

 

Teil 4: Verschiedenes

 

Den gesamten Gesetzentwurf finden Sie auf der

Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

TEIL 1: Vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung für Neugründer & Anhebung der Kleinunternehmergrenze

Vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung für Neugründer

Die vierteljährliche Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung wurde erst im Regierungsentwurf dem Gesetz zugefügt. Die Maßnahme besagt, dass die Anwendung des §18 Abs. 2 Satz 4 UStG zeitlich befristet ausgesetzt wird. Dies geschieht über den neuen §18 Abs. 2 Satz 6, welche Eintritt, wenn die voraussichtlich zu entrichtende Umsatzsteuer nicht mehr als 7.500 EUR beträgt.

 

Sollte ein Unternehmer seine Tätigkeit nur in einem Teil des vorigen Kalenderjahres ausgeübt haben, so wird die tatsächliche Steuer in eine Jahressteuer umgerechnet. Bei einem Unternehmer, welcher seine Tätigkeit im laufenden Kalenderjahr aufnimmt, ist die voraussichtliche Steuer für das laufende Kalenderjahr maßgebend.

 

Die Neuerungen gelten für die Besteuerungszeiträumen 2021 bis 2026.

 

Anhebung der Kleinunternehmergrenze

Bislang lag die Grenze für Kleinunternehmer bei 17.500 EUR. Diese soll nun zum 01.01.2021 auf 22.000 EUR angehoben. Somit wird die Umsatzsteuer von inländischen Unternehmern nach §19 Abs. 1 Satz 1 UStG nicht erhoben, wenn der Umsatz des vergangenen Jahres nicht mehr als 22.000 EUR beträgt und der voraussichtliche Umsatz des laufenden Kalenderjahres 50.000 EUR (bleibt unverändert) nicht überschreitet. Damit reagiert man auf die aktuelle Preisentwicklung.

 

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Über Cura
Die Curacommerz Steuerberatungsgesellschaft mbH wurde 1977 gegründet. Mit der Übernahme des Unternehmens durch Dr. Rüdiger Zaczyk (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer) und Norbert Krause (Steuerberater) 1998 erweiterte sich das Leistungsspektrum und aus der Curacommerz Steuerberatungsgesellschaft mbH wurde die CuraCommerz GmbH Steuerberatungs- und Wirtschaftprüfungsgesellschaft.

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